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IMM am Autodromo Internazionale del Mugello in Italien

Nach vielen Anläufen hatte das Team um Francesco Marziali beim IMM in der Schweiz endlich den Zuschlag erhalten das IMM 2013 in Italien auszurichten.

Francesco engagierte sich voller Leidenschaft für das Event und versprach "The Perfect Italian Job."

Für dieses IMM entschieden wir uns für meinen Mayfair. Auch in diesem Jahr verzichteten wir auf unseren Wohnwagen. Die Fahrt wurde von uns genauestens geplant da meine Tunnelangst einige Probleme verursachte. Der Brennertunnel kam daher nicht in Frage. Es musste über die Berge gehen, das Timmelsjoch war noch gesperrt also entschieden wir uns für den Reschenpass.

Kurz vor der Abreise stellten wir dann fest, dass bereits vor der Grenze nach Österreich ein Tunnel im Weg stand. Also Augen zu und durch. Vielleicht hätten wir in Erdkunde besser aufpassen sollen … es sollte nicht der letzte Tunnel unserer Reise sein.

Wir starteten am Dienstag, dem 14. Mai 2013 morgens in Richtung Süden.

Für eine erste Übernachtung hatten wir uns ein Zimmer in der Pension Köhler in Schön gebucht. Eine sehr schöne Unterkunft mit super gemütlichen und großzügigen Zimmern.

Schade dass wir hier nur eine Nacht blieben.

Zum Abendessen fuhren wir in einen Nachbarort wo wir auch noch etwas Sightseeing machten.

Seit dem von uns veranstalteten "Minis en Vacances" im August 2012 begleitet uns Alec Ice-Igonis als Maskottchen zu den Mini Veranstaltungen und so war er auch diesmal erstmals mit auf dem Weg zu einem IMM. 

Am nächsten Morgen ging es dann über die Berge.

Der Mini war für die Urlaubstage gut bepackt. In den vielen Serpentinen schleifte das Rad etwas im Radkasten und Börni musste ihm ein wenig Luft verschaffen.

Immer wieder gönnten wir uns einen kleinen Stopp um die Aussicht zu genießen.

Um nicht wieder stundenlang hilflos in der Gegend herumzufahren hatten wir uns das Navi meiner Tochter ausgeborgt.

Am Reschensee hielten wir kurz an um ein Foto des aus dem See ragenden Kirchturms zu machen. 1950 wurde der See aufgestaut und die Gemeinde Graun überflutet.

Als wir dann weiter fuhren zeigte das Navi permanent an, wir würden in die falsche Richtung fahren und wollte unentwegt dass wir umkehren. Erst ein kompletter Neustart konnte es davon überzeugen, dass wir schon auf dem rechten Weg waren.

 

Am späten Nachmittag erreichten wir das IMM Gelände, begrüßten kurz das IMM Team  und fuhren dann weiter zu unserer Pension.

In der "Villa Manini" hatten wir uns für 8 Nächte ein Zimmer reserviert.

Am Abend fanden wir die gemütliche kleine Pizzeria "Fattoria Il Palagio" für ein erstes italienisches Abendessen.

Da es uns dort sehr gut gefallen hatte wurde es unser Stammlokal während der Urlaubszeit. Allerdings sind Italiener sehr clever. Nachdem Tag für Tag mehr IMM Teilnehmer zum Essen kamen wurden die Portionen immer kleiner. Am Mittwoch bestand z. B. der Eisbecher zum Nachtisch aus 3 Kugeln Eis, am Samstag waren es nur noch 2 Kugeln - italienische Inflation.

 

Am Donnerstag Vormittag erkundeten wir das Städtchen Scarperia e San Piero und testeten die Qualität eines originalen italienischen Eis.

Sehr früh waren wir an der Anmeldung und so bekamen wir die Startnummer 0002.

Nach und nach trafen die Mini Freunde ein und wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag am und im Zelt von Peter und Christine.

Ausgerechnet in diesem Jahr war das Frühjahr sehr verregnet und das ganze Gelände sehr durchweicht. Das schlechte Wetter hielt sich bis zum IMM Freitag und beeinträchtigte die Camper doch sehr. Besonders stark frequentierte Bereiche wurden sehr schnell zu Schlammlöchern.

Ein weiterer Kritikpunkt waren die Sanitären Anlagen. Wie in südlichen Ländern zumindest bei öffentlichen Massenveranstaltungen nicht unüblich gab es überwiegend Hocktoiletten was bei den meisten Teilnehmern  nicht gerade Beifallsstürme auslöste. Dazu kam, dass der Weg zu manchen Toiletten durch mehr als knöcheltiefen Schlamm führte.

Den Freitag Nachmittag und Abend verbrachten wir bei und mit unseren Freunden aus dem Elsas.

Kleine Anekdote am Rande:

Üblicherweise tragen wir bei solchen Veranstaltungen gleiche Shirts die wir in verschiedenen Farben und Ausführungen besitzen. Am Samstag morgen fragte ich Börni: "Welches Shirt willst du heute anziehen?" Er antwortet: "Was ich unter dem Sweatshirt anhabe ist mir egal." Ich darauf hin: "Und wenn es warm wird und du das Sweatshirt ausziehen möchtest?" Er: "Wenn es so warm wird das ich das Sweatshirt ausziehe ist es mir egal, dann trag ich auch ein rosa Hello Kitty T-Shirt." Ist ja wohl klar was jetzt kommt: Es wurde warm, sehr warm. Und auf dem ganzen Platz und dem kleinen Städtchen konnte ich nirgendwo ein rosa Hello Kitty T-Shirt auftreiben! - leider ...

Immerhin konnten wir bei schönem Wetter über das IMM Gelände schlendern und schöne Fotos machen.

Bereits im Vorfeld hatten sich jeweils ein Mini Club aus Serbien und aus Litauen um die Ausrichtung des IMM 2015 beworben. Während der Fahrt nach Italien hatten wir lange überlegt, wem von beiden wir unsere Stimme beim Präsimeeting geben sollen. Uns war klar, dass wir zu keinem der Beiden fahren würden.

Beide Veranstalter hatten Infostände an denen man sich über das geplante Treffen informieren konnte und beide hatten eine Präsentation vorbereitet um "ihr" Treffen vorzustellen. Sowohl am Info Stand als auch beim Präsimeeting hat uns das junge Team der Lithuania Mini People überrascht. Sie zeigten ein überwältigendes Engagement und präsentierten ein sehr durchdachtes Konzept.

Bei der Abstimmung bekamen sie dann auch mit großem Vorsprung den Zuschlag für das IMM 2015.

So sicher wir bei der Hinfahrt waren, dass wir weder nach Serbien noch nach Litauen fahren werden so sicher waren wir uns nach der Abstimmung, dass wir auf jeden Fall nach Litauen fahren.

Das Präsimeeting fand im Kongresszentrum der Rennstrecke statt, da wo auch sonst die Fahrermeetings der großen Rennen stattfinden. Das war schon ein tolles Gefühl.

Vor dem internationalen Präsimeeting fand auch wieder ein Meeting der deutschen Clubvorstände statt. Dafür hatte uns Francesco extra einen der kleineren Konferenzräume zur Verfügung gestellt. Das war Luxus pur! Vielen Dank dafür!

Nach dem Präsimeeting gab es die versprochene Runde auf dem Mugello Ring an der wir allerdings nicht teilnahmen.

Bereits im Voraus konnte man sich einen von 100 Plätzen einer Ausfahrt nach Florenz buchen. In Begleitung des BMW Motorrad Club Florenz, eines Wagens der Polizei und zwei Carabinieri auf Motorrädern ging es am Sonntag nach und durch Florenz. Die Kreuzungen wurden für uns gesperrt so dass wir immer Vorfahrt hatten. Ein phantastisches Erlebnis!

Am Abend hieß es Abschied nehmen von Alec. Er fuhr ab da mit Christine und Peter weiter. Seine Erlebnisse erzähle ich dann einmal in einer extra Geschichte.

Bei der großen Abschiedsparty am Sonntag Abend gab es natürlich auch wieder die Übergabe des IMM Schlüssels an den nächsten Ausrichter, das Team vom IMM 2014 in Kent.

Am Montag fuhren wir über den Passo del Giogo nach Imola. Von Anfang an hatte ich eine Fahrt zur Rennstrecke geplant. Als großer Formel 1 Fan und besonders Fan von Ayrton Senna war der Besuch dort einfach wichtig für mich. Man kommt direkt an die Unfallstelle heran. Am Zaun sind Briefe, Bilder und Blumen angebracht. Es war schon ein sehr seltsames Gefühl und ich gebe zu, ich hatte Tränen in den Augen.

In dem kleinen Park am Rand der Rennstrecke gibt es auch eine Senna Statue.

Von dort aus hat man auch einen Blick auf die Schicksalskurve. Eine Plakette erinnert an Ayrton.

Anders als in Silverstone 2009 war hier nichts abgesperrt. Zu unserem Erstaunen konnten wir sogar auf die Tribüne und auch dort Fotos machen.

In der nahegelegenen Kirche Sant’Ambrogio in Castel del Rio habe ich dann auch noch eine Kerze angeschaltet (ja angeschaltet, nicht angezündet, es waren elektrische Steckkerzen).

Auch am Dienstag sind wir ein wenig spazieren gefahren. Manche Straßen glichen dabei eher gut ausgebauten Feldwegen und mehr als einmal dachten wir, wir hätten uns verfahren aber irgendwann kam dann doch immer wieder eine größere Straße oder ein kleines Dorf.

In einem der kleinen Dörfer haben wir uns durch leckere Köstlichkeiten probiert und natürlich auch das örtliche Eis getestet. Kulinarisch war dieser Tag ein voller Erfolg!

Bei schönstem Wetter genossen wir die Fahrt durch die Berge und die herrliche Aussicht.

Zurück an der Pension machte Börni noch eine provisorische Reparatur am Auspuff.

Unterwegs hatten wir uns mit etwas Schinken und Salami eingedeckt und machten zum Abendessen ein Picknick im Garten. Unser Vermieter spendierte uns noch eine leckere Flasche Wein dazu.

Am Mittwoch Vormittag fuhren wir dann nach Venedig. Auf der Festlandseite hatten wir uns ein Zimmer im Hotel gebucht. Dort parkten wir auch den Mini und fuhren mit der Bahn in die Altstadt von Venedig.

Es war ein herrlich sonniger Tag und wir schafften gerade noch einen Blick in den Markus Dom bevor die Kathedrale wieder geschlossen wurde.

Für eine große Besichtigung fehlte uns die Zeit, aber der erste Eindruck war überwältigend.

Am Abend hatten wir die beste Pizza die wir jemals gegessen haben. Wir waren die letzten Gäste in dem Lokal, die Ober stellten schon die Stühle hoch. Zum Abschied servierten sie uns noch einen Likör der irgendwie wie Duschdas aussah. Zusammen mit dem Wein zur Pizza war das wohl ein wenig viel für mich. Mein ungezogenes Kind zitiert heute noch gerne die Nachricht von mir:

Irgendwie wunderten wir uns zwar warum alle Geschäfte schon zumachten, schlenderten aber weiter durch die Gassen und genossen den sonnigen Abend. Als wir dann irgendwann am Bahnhof ankamen stellten wir fest, dass wir gerade noch den letzten Zug erwischten. Hatten wir so nicht erwartet.

Der Besuch in Venedig war schön. Die Stadt ist mit ihren Kanälen und Brücken schon etwas besonderes, den Hype um die Stadt verstehen wir aber nicht.

Die Vorderseiten der Häuser an den Hauptstraßen sind in einem recht guten Zustand aber die Nebengassen zeigen einen erschreckenden Blick auf die Armut der Stadt. Selbst beim großen Theater fällt das auf. Der Bühneneingang in der Nebengasse gleicht einem Zugang zu einem Schuppen.

Abseits der großen Touristen-Plätze fühlt man sich um einhundert Jahre in der Zeit zurückversetzt. Das ist uns auf unseren Reisen bisher noch in keiner Stadt so aufgefallen.

Unser Hotel Mondial im Stadtteil Marghera war modern und sauber. Ein klassisches Hotel für Reiseunterbrechungen und dafür auch immer zu empfehlen.

Vom Hotel zum Bahnhof sind es nur 150 Meter, die Zugfahrt dauert etwa 10 Minuten und kostet nur wenige Euro. Für einen Besuch in Venedig eine ideale Lage.

 

Bei unserer Reiseplanung stellte ich fest, dass wir mit einem kleinen Umweg auch zu dem Ort kommen können wo ich mit meiner Klasse die Abschlussfahrt verbracht hatte. Die Pension gibt es noch und so buchten wir uns dort ein Zimmer.

Auf dem Weg dahin machten wir noch einen Zwischenstopp in Bozen für einen kurzen Stadtrundgang.

Die Pension Wiesenhof in dem idyllischen Bergdorf Pfulters hatte sich in den 35 Jahren nur wenig verändert. Mit Anbauten vergrößert und neu renoviert ist es ein sehr ansprechendes Urlaubsquartier. Hier bleibt man gerne länger. Leider hatten wir nur eine Nacht Zeit.

Der kleine Lausbub von damals ist inzwischen der Chef und leitet mit seiner Familie ein ansprechendes Familienunternehmen.

Der Blick am nächsten Morgen aus dem Fenster ließ uns nichts gutes ahnen. Die Berge waren in dunklen Wolken, vom strahlenden Sonnenschein der letzten Tage nichts zu sehen.

Unsere Reiseroute führte diesmal über den Brenner und dort lag, wie befürchtet, Schnee.

Unsere letzte Station auf dem Heimweg machten wir in Kufstein. Bei unserem Stadtbummel wurden wir leider vom Regen eingebremst. Auch hier müssen wir wohl noch einmal wiederkommen, zu vieles konnten wir uns in der kurzen Zeit nicht ansehen.

Unsere letzte Übernachtung hatten wir im Landgasthof Pfarrwirt am Thiersee. Der Gasthof ist typisch für einen Wintersportort aber sicher auch für einen gemütlichen Sommerurlaub geeignet. Auch hier war es viel zu schade das schöne Zimmer schon nach einer Nacht wieder zu verlassen. Besonders erwähnenswert ist das tolle Abendessen das vom Eigentümer selbst zubereitet wurde.

Nach einem sehr guten Frühstück starteten wir dann am 25. Mai wieder nach Hause.

Diesmal hatten wir unseren IMM Besuch zu einer elftägigen Reise ausgedehnt. Das war eine sehr gute Entscheidung. Wir haben viel gesehen und auch das Treffen sehr genossen.

Der perfekte Italien Job, das hatte Francesco versprochen. War es das? Auch heute noch möchte ich sagen ja, es war ein sehr gutes Treffen. Die Meinungen gehen darüber sehr auseinander und ich kenne eine Menge Mini Fahrer die da absolut anderer Meinung sind. Aber wenn man bedenkt dass der Veranstalter keinen Einfluss auf das Wetter hatte das über Wochen vor dem Treffen die Region heimsuchte kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass das IMM Team das Beste aus der Situation gemacht hatte.

Diesen Bericht hatte ich direkt nach dem IMM auf der Homepage der IG Deutsche Miniclubs und bei Facebook veröffentlicht und dazu stehe ich auch heute noch:

IMM 2013 Mugello / Italien

„The Perfect Italian Job“ war das Motto des Treffens. Das Veranstaltungsgelände am Mugello Ring war dafür gut gewählt. Landschaftlich reizvoll gelegen und logistisch gut zu erreichen ist es eine tolle Kulisse für ein gelungenes IMM. Der lange Winter und das nasse Frühjahr haben es dem Veranstalter nicht leicht gemacht, dem Motto gerecht zu werden. Durch den vielen Regen waren die Grünflächen für die Minis kaum befahrbar und auch als Campingfläche waren sie teilweise nur eingeschränkt nutzbar. Die meisten Teilnehmer arrangierten sich aber mit den Gegebenheiten, nur wenige flohen in nahegelegene Pensionen. Bedauerlicherweise nutzten einige der Teilnehmer die Hauptzufahrtsstraße als Parkfläche was vordergründig die Zufahrt für alle erschwerte aber mit Blick auf einen schlimmstenfalls notwendig gewordenen Rettungseinsatzes eines Krankenwagens oder der Feuerwehr zu ernsten Problemen geführt hätte. Bedauerlich eben deshalb, da es noch ausreichend aufgeschotterte Parkfläche in der Nähe gab.

Die IMM-Rules schreiben eine Toilette für 25 Teilnehmer vor. Ich gehe davon aus dass die Zahl rechnerisch auch erreicht wurde. Allerdings waren die meisten Toiletten, wie im Süden Europas absolut nicht unüblich, sogenannte „French Toilets“. Die wenigen „richtige“ Toiletten waren dadurch sehr stark frequentiert. Dennoch habe ich nie mehr als max. 2 Personen vor mir gehabt, eine für mich absolut akzeptable Wartezeit.

Die Duschen habe ich nicht genutzt, wir hatten schon beim Kauf der IMM Tickets entschieden, nicht zu campen. Die Aussagen bezüglich der Duschen gehen weit auseinander. Die einen berichten von sehr schmutzigen Duschen und kaltem Wasser, die anderen von sauberen Duschen und heißem Wasser. Fakt ist, es handelt sich um einen Campingplatz für Events, die Duschen werden ja nach Bedarf in Containern bereitgestellt. Man kann nicht erwarten, wie zu Hause, nach dem Aufstehen sein privates Bad vorzufinden und alle heimischen Bequemlichkeiten zu haben. Wo mehrere Hundert oder Tausend Menschen sind muss man Kompromisse eingehen. Muss ich unbedingt am Morgen duschen? Alle die die Duschen Nachmittags genutzt haben, fanden sie sauber und hatten heißes Wasser.

Die Verpflegung bei IMMs ist ein Thema für sich. An sich bin ich ein Gegner der in den Rules vorgeschriebenen Verpflichtung eines Abendessens und eines Frühstücks. Wenn überhaupt bevorzuge ich das „Ungarische System“ der Wertbons die nach eigenem Ermessen für Speisen oder Getränke eingesetzt werden können.

Leider war das Catering beim IMM als absolut unzureichend zu bezeichnen. Umständlich zu bestellen, Speisekarte nur auf Italienisch, keine Preisauszeichnung, winzig kleine Portionen und erheblich zu teuer fällt mir dazu ad hoc ein. Wie wir auch haben die meisten Teilnehmer eben selbst gegrillt oder haben die örtlichen Restaurants aufgesucht. Das in der Teilnehmergebühr enthaltene Frühstück erregte dann doch noch etwas Unmut. Ein kleines Croissant und ein kleiner Kaffee sind nun nicht das, was sich die Meisten unter einem Frühstück vorstellen. Auch wenn es durchaus Landestypisch ist, Croissants und Zwieback zu frühstücken, erwarten die IMM Teilnehmer ein doch etwas „internationaleres“ Frühstück. Es wäre daher sicher ratsam, in den IMM Rules neben der Auflage, ein Abendessen und ein Frühstück zu servieren, auch einige Standards, die diese Speisen erfüllen sollten, aufzunehmen.

Leider wird Security auch beim IMM immer mehr zum Thema. Wo 2000 – 3000 Menschen zusammen sind, finden sich nun einmal auch zwielichtige Gestalten ein. Die beim IMM stattgefundenen Autoaufbrüche und Gelddiebstähle kann man nicht dem Veranstalter anlasten. Wie bei jedem Großevent muss auch hier jeder selbst für die größtmögliche Sicherheit seines Eigentums sorgen. Die vom Veranstalter organisierte Security ist nur ein zusätzlicher Aspekt der die Langfinger abschrecken soll.

Die IMM Partys und die Musik bei selbigen wird immer ein Diskussionspunkt sein. Das Alter der Teilnehmer reicht von 18 und jünger bis in die hohen 70er und älter. Da wird es immer ein Problem sein, Musik zu finden die allen gefällt. Letztlich entscheidet jeder selbst, ob er die Party besucht und wie lange er dort bleibt. Viele IMM Teilnehmer nutzen heute die Gelegenheit in mitgebrachten Pavillons Freunde zu treffen und haben so ihre ganz eigenen IMM Partys.

Das Event-Gelände am Mugello Ring lud ja geradezu dazu ein, ein paar Runden auf dem Ring zu drehen. Genutzt haben diese Gelegenheit allerdings nur wenige Mini Fahrer. Anders war es mit der Cavalcade, die auch gleichzeitig als Weltrekordversuch genutzt wurde. Das Ziel war es, möglichst viele Minis gleichzeitig auf den Ring zu bringen. Hupend und winkend fuhren ca. 1300 Minis mit viel Spaß „Ihre“ Runde auf dem Mugello Ring. Letztlich reichte es zwar nicht für einen Weltrekord aber den Teilnehmern wird es ein unvergessenes Ereignis bleiben. Im Internet findet man zahlreiche Videos dazu.

Händler Area, Clubstands, Infostands der Sponsoren und Promotion Stands der Bewerber für zukünftige IMMs gehören schon seit einigen Jahren zu einem guten IMM. Besonders der Händlerbereich war in Italien gut angelegt. Die zahlreichen Händler konnten sich auf einem sehr zentralen Gelände gut präsentieren und sollten, soweit man das als Außenstehender beurteilen kann, gute Geschäfte gemacht haben. Der etwas abseits gelegene Bereich der Sponsoren und Clubs war zwar nicht ganz so stark besucht aber auch hier informierten sich immer wieder eine größere Anzahl IMM Teilnehmer. An den beiden Clubstands der IMM Bewerber 2015, Serbien und Litauen, erhielt man sehr detaillierte und umfangreiche Informationen zu den von den Bewerbern geplanten Events. Freundlich und kompetent wurden alle Fragen auch mehrsprachig beantwortet.

Das obligatorische internationale Präsi Meeting fand im Pressezentrum des Mugello Rings statt, eine beeindruckende Kulisse. Nach der üblichen Begrüßungsansprache des Veranstalters erhielten die anwesenden Clubvertreter die Möglichkeit, Fragen oder Anmerkungen zur aktuellen Veranstaltung zu machen. Es gab keine Wortmeldungen. Nun kann man darüber streiten, ob dies ein Zeichen für einen „Perfect Italian Job“ war oder schlicht die Resignation, dass auch nach einer hitzigen Diskussion nichts mehr geändert werden kann. Anschließend erhielten die Veranstalter des IMM 2014 die Möglichkeit, neueste Infos zur geplanten Veranstaltung zu geben. Im Anschluss daran folgten die Präsentationen der Bewerber für das IMM 2015, Serbien und Litauen. Leider zog sich dann die Abstimmung so in die Länge dass für eine allgemeine Aussprache keine Zeit mehr blieb.

Am Sonntag hatten 100 IMM Teilnehmer die Möglichkeit, an einer Ausfahrt nach Florenz teilzunehmen. Dazu war eine Registrierung im Vorfeld notwendig. Von den 100 Registrierten nahmen leider nur 36 Minis teil. In Begleitung des BMW Motorrad Club Florenz, eines Wagens der Polizei und zwei Carabinieri auf Motorrädern ging es nach und durch Florenz, ein für mich unvergessenes Erlebnis! 100% optimale Planung, Organisation und Durchführung machten die Florenz Tour zum Highlight des IMMs. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren für ihre unvergleichliche Arbeit.

Alles in allem möchte ich sagen, dass mir das IMM in Italien gut gefallen hat. Der „Perfect Italian Job“ war es nicht, oder besser, der perfekte Job war es nicht. Vielleicht darf man nicht alles mit deutscher Penibilität und deutschem Perfektionismus betrachten und sollte nie vergessen dass es keine Profis sind sondern Minifahrer wie du und ich, die vermutlich nur einmal in ihrem Leben eine solche Veranstaltung planen und durchführen.

Dann war es vermutlich sogar der perfekte Italienische Job.