IMM Bristol

Die Gruppe vom Bristol Mini Team hatte zum IMM auf dem Eventgelände der Washingpool Farm eingeladen. Drei große Hallen, wohl ehemalige Farmgebäude, sorgten für wetterfeste Veranstaltungsräume. Dass diese sehr notwendig waren zeigte sich im Laufe des Wochenendes.

Zunächst standen wir jedoch in einer der zahlreichen Warteschlangen vor dem Eingang. Nach der (incl. Pipi-Pause) ca. fünfstündigen Convoi-Fahrt durften wir noch drei Stunden in der Warteschlange brutzeln. Dunkle Wolken am Horizont ließen nichts gutes ahnen und wir waren froh als wir um 17.00 Uhr endlich auf den Platz kamen und den Wohnwagen aufbauen konnten. Mit Campingzone 4 hatten wir noch Glück und nur einen ca. 15 minütigen Weg zum Eventbereich.

Viele Mini Freunde hatten weniger Glück und standen teils über fünf Stunden in der Warteschlange um dann im Dunkeln und bei extrem starkem Regen Zelte und Wohnwägen aufzubauen. Das drückte bei vielen doch extrem auf die Stimmung.

Wenn der Check-In in vier Linien bearbeitet und bei jedem Mini nur eine Minute gebraucht wird, sind das 240 Minis pro Stunde. Bei erwarteten 7000 Personen von denen erfahrungsgemäß 2/3 am Donnerstag anreisen ist es eine leichte Rechenarbeit dass das nicht funktionieren kann! Unsere Abfertigung hat übrigens ca. drei Minuten gedauert und alle 4 Linien waren nicht durchgängig besetzt …

Auch sonst ließ uns die Organisation oftmals stutzen. Es gab nur eine Ein- und Ausfahrt was zu erheblichem Begegnungsverkehr führte. Dazu kam dass die Fußgänger auf dem Weg zwischen Camping- und Eventarea den Fahrweg drei mal kreuzen mussten. Die Frühstück- und Dinner Tokens die laut Programmheft bei "jedem Händler zu jeder Zeit" eingelöst werden sollten wurden nicht von allen akzeptiert. Dass der starke Wind dermaßen an manchen Eventzelten zerrte dass diese abgebaut werden mussten kann man dem Veranstalter nicht anlasten. Wohl aber auch hier die mangelnde Kommunikation. Die Händler dort haben weiter verkauft ohne etwas von der Evakuierung zu wissen. Auch wir haben es erst nach mehr als 30 Minuten bemerkt.

Es war kein Dauerregen, zwischendurch gab es immer wieder trockene Phasen so dass man durchaus durch die Händlermeile schlendern konnte. Leider wurde der Boden in stark frequentierten Bereichen schnell sehr morastig. Unnötiges Hin- und Herfahren sowie das Heckklappen Surfen einiger Unbelehrbarer taten ihr übriges. So war der Weg zwischen Camping- und Eventbereich eine Art Wattwanderung. Die Weitläufigkeit, die bei 7000 Teilnehmern wohl keinen verwundern sollte, hält schon bei schönem Wetter viele davon ab, über den Platz zu schlendern und die verschiedenen Minis der Teilnehmer zu bewundern. Bei dem immer wieder einsetzenden Regen und dem morastigen Untergrund reduzierte es sich aber tatsächlich gegen Null. So wenige Minis aus anderen Regionen haben wir uns noch nie angeschaut. Auch das Treffen von Freunden beschränkte sich darauf, sich zufällig in den Eventhallen zu begegnen.

Der geplante Auslandslauf zur Deutschen Rocker Cover Meisterschaft gestaltete sich mehr als schwierig. Mehrmals mussten wir den  Zeitpunkt und auch den Austragungsort verschieben. Letztlich fand er aber dann doch am Samstag um 18.00 Uhr auf der Bahn des Veranstalters im trockenen in der kleinen Eventhalle statt. Mit Ina B. aus Österreich und Rhonda G. und Mike G. aus Amerika als Gaststartern hatten wir ein Starterfeld von 14 Racern. Sieger war diesmal Michael mit seinem Britax Racer vor Hasi, der diesmal von Silke als Gastfahrerin ins Rennen geschickt wurde. Platz drei ging an Benjamin mit seinem Kids Class Racer!

Kleiner, kurioser Zwischenfall beim Rocker Cover Race:

Mike wurde vom späteren Sieger Racer überfahren! Der sofort alarmierte Rettungshubschrauber konnte wieder abbestellt werden, da ein zufällig anwesender Sanitäter mit einem Heftpflaster erste Hilfe leistete.

Martin von Sticky Fingers hatte 15 Sets mit Rocker Cover Bauteilen für Kids Class Racer zusammengestellt und kostenfrei an die Kinder verteilt. Gerne hätten wir den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre neuen Renner bei einem kleinen Kids Class Race zu testen. Leider hatte der Veranstalter aber etwas dagegen und wir durften unsere Bahn nicht aufbauen. Auch der von Mike geplante Wettbewerb zum "World fastest Rocker Cover" durfte nicht durchgeführt werden. Schade eigentlich, wäre sicher spannend gewesen und ein weiteres lustiges Event für die Zuschauer die vor dem Regen in die Hallen geflüchtet waren.

Beim Internationalen Präsi Meeting am Samstag Vormittag gab es dann auch wie erwartet sehr harsche Kritik an den Organisatoren. Loben möchte ich sie aber auf jeden Fall für das Musik Programm und die Top Video Show. Zum ersten mal bei einem IMM funktionierte das wirklich ausgezeichnet! Enttäuschend war für mich die Schluss Zeremonie mit der Schlüssel Übergabe an das IMM 2020 Team aus Deutschland. Ich persönlich empfand es emotions- und lieblos.

Jetzt freuen wir uns auf das IMM 2020 bei Geiselwind an der A3.